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Service · 4 min Lesezeit · Reisecenter Hannover

Dubai: Zwischen Skyline und Wüste

Nicht nur Shopping und Hochhäuser – so erleben Sie Dubai abseits der üblichen Touristenpfade. Unsere ehrlichen Tipps für einen gelungenen Aufenthalt.

Wer Dubai zum ersten Mal besucht, kommt oft mit gemischten Erwartungen an: zu viel Architektur-Gigantismus, zu viel Mall, zu viel Inszenierung. Das stimmt alles. Und trotzdem gelingt es Dubai, zu überraschen – wenn man bereit ist, die Klischeeroute zu verlassen. Der Burj Khalifa muss bestiegen werden, ja. Aber die Geschichte dieser Stadt beginnt nicht auf dem 124. Stock, sondern am Creek.

Al Fahidi, das historische Viertel von Bur Dubai, ist das architektonische Gedächtnis der Stadt. Die Windtürme aus Kalkstein – traditionelle Klimaanlagen, die seit Jahrhunderten Luft in die Wohnhäuser leiten – stehen hier noch original. Das Dubai Museum im alten Fort ist klein, gut gemacht und gibt einen ehrlichen Überblick über die Geschichte der Siedlung, die Mitte des 20. Jahrhunderts noch ein Fischerdorf mit wenigen tausend Einwohnern war. Vom Viertel aus gelangt man per Abra – einem einfachen Holzboot, das für umgerechnet 30 Cent den Creek überquert – nach Deira, dem alten Handelsquartier, wo der Gold-Souk und der Gewürzsouk nebeneinanderliegen und das Gefühl vermitteln, dass Dubai auch ohne Klimaanlage und Hotellobby funktionierte.

Eine Wüstensafari bei Sonnenuntergang gehört zu den wenigen Touristenaktivitäten Dubais, die ihrem Versprechen gerecht werden. Die Dünen östlich der Stadt sind echt, der Abendhimmel über dem Sandmeer ist echt, und das Beduinen-Camp mit Kamelen, Shishas und einer mit Sternen übersäten Decke über dem Kopf ist zumindest halb echt – aber schön genug, um darüber hinwegzusehen. Wer Ruhe sucht, sollte eine kleine Gruppe oder eine Privattour buchen. Quadbikes und Sandboarding bietet fast jede Agentur; man muss sie nicht nehmen.

Das eigentlich Interessante an Dubai ist das Neben- und Gegeneinander von Alt und Neu, das sich nie ganz auflöst. Die Palm Jumeirah ist eine menschliche Hybris, die von oben betrachtet beeindruckend und aus der Perspektive der Straße merkwürdig leer wirkt. Die Dubai Marina ist für Yachtbesitzer und ihre Gäste gebaut. Aber dann gibt es die Gassen hinter dem Spice Souk, wo indische und pakistanische Händler ihre Waren aufeinanderstapeln, und Kaffeehäuser in Deira, in denen Männer bis tief in die Nacht Karten spielen. Das ist das Dubai, das bleibt.

Unsere ehrliche Empfehlung: Dubai ist kein Zwei-Wochen-Ziel. Vier bis fünf Tage sind ideal – genug Zeit, um die Pflicht (Burj, Mall, Creek) und die Kür (Wüste, Al Fahidi, Alserkal Avenue mit ihren Galerien) zu verbinden. Als Stopover auf dem Weg nach Südostasien oder Ostafrika ist Dubai ohnehin kaum zu überbieten: günstige Flüge, hervorragende Gastronomie auf kleinstem Raum, und ein Flughafen, der eine Stadt für sich ist.

Was man wissen sollte

  • 01Beste Reisezeit Oktober bis März: Im Sommer liegt Dubai bei 42–46 Grad, was einen Aufenthalt im Freien nahezu unmöglich macht. Der Winter ist angenehm warm (22–28 Grad), die Hochsaison aber auch teurer.
  • 02Kleidung beim Besuch von Moscheen und Märkten: In Souks und religiösen Stätten sollten Schultern und Knie bedeckt sein. In Malls und Hotels gelten westliche Kleiderregeln, aber dezentes Auftreten wird allgemein geschätzt.
  • 03Die Metro ist ausgezeichnet: Die Dubai Metro verbindet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zuverlässig, pünktlich und günstig. Taxis sind günstig nach europäischem Maßstab, aber die Metro ist für die meisten Strecken die bessere Wahl.
  • 04Wüstensafari im Voraus buchen: Gute Anbieter mit kleinen Gruppen und seriösen Beduinen-Camps sind schnell ausgebucht, besonders in der Hochsaison. Buchung zwei bis drei Wochen vorher empfohlen – günstige Last-Minute-Angebote bedeuten meist große Gruppen.

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